Pflegeversicherung *
24. Januar 2012Der Traum von einem langen Leben erfüllt sich in unserem Land für immer mehr Bürger. Wie schwierig, beschwerlich und kostenspielig das Leben im Alter sein kann, ist vielen Menschen allerdings nicht klar. Aufklärung darüber ist dringend nötig. Immer noch gehen zu viele davon aus, dass die Leistungen der gesetzliche Renten- und Pflegeversicherung die finanziellen Aufwendungen im Alter abdecken werden.
Das ist leider nicht so. Besonders dann, wenn die Pflegebedürftigkeit eintritt, muss aus dem eigenen Vermögen zugeschossen werden, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Schlimmstenfalls macht diese Situation den Pflegebedürftigen eines Tages zum Sozialfall. So früh wie möglich sollte deshalb jeder eine private Zusatzpflegeversicherung abschließen. Die Tarife für junge Versicherungsnehmer sind zumeist günstig und die Gesundheitsprüfungen in der Regel ohne Schwierigkeiten zu absolvieren.
Die großen Versorgungsunternehmen bieten verschiedene Versicherungsarten zur privaten Vorsorge an. Ein Modell ist die Pflegekostenversicherung. Sie übernimmt im Pflegefall alle Kosten, die für die Pflege tatsächlich anfallen. Die häusliche Pflege durch Angehörige oder einen Pflegedienst ist dadurch ebenso abgedeckt wie eine Heimunterbringung. Alle Aufwendungen müssen durch Rechnungen und Belege nachgewiesen werden. Der große Vorteil ist, dass sich der Versicherte nicht an einem festen monatlichen Budget orientieren muss. Die erbrachten Leistungen werden in der Regel übernommen und Kostensteigerungen beeinflussen die Versicherungsleistung zumeist nicht.
Einige wesentliche Punkte sollten im Versicherungsvertrag enthalten sein. Dazu gehört die Kostenübernahme für alle drei Pflegestufen, wobei die Einstufung durch die gesetzliche Pflegekasse ohne Sonderprüfung übernommen wird. Auch ein lebenslanger Versicherungsschutz sollte Vertragsbestandteil sein. Andere Kriterien – wie beispielsweise die Kostenübernahme bei Auslandsaufenthalt – können je nach individueller Lebensplanung mit in den Vertrag aufgenommen werden. Mehr dazu im Ratgeber Pflegeversicherungen.
* Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen.