Ursachen für Schlafstörungen
Mittwoch, 27. Juli 2011Der Schlafbedarf eines Menschen variiert je nach Lebensalter und individuellen Bedürfnissen und Gewohnheiten. Während Säuglinge noch etwa 16 Stunden des Tages schlafend verbringen, benötigen Erwachsene durchschnittlich ca. sieben bis acht Stunden Schlaf. Bei älteren Menschen reduziert sich das Schlafbedürfnis sogar auf fünf bis sechs Stunden. Eine Schlafstörung liegt dann vor, wenn man den individuellen Schlafbedarf über längere Zeit nicht decken kann und sich negative Auswirkungen auf das alltägliche Leben einstellen. Wichtig ist, zu beachten, dass man das Vorliegen einer Schlafstörung nicht zuverlässig an der Anzahl der tatsächlich geschlafenen Stunden feststellen kann.
Wie erkennt man Schlafstörungen?
Eine Schlafstörung ist erst dann gegeben, wenn sich Symptome wie Müdigkeit, Ausgelaugtheit, Mattigkeit und Einschlafneigung tagsüber zeigen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, wie viele Stunden man schläft, sondern von welcher Qualität der Schlaf ist. Da die Tiefschlafphase die meiste Erholung bietet, kann ihre Verkürzung ursächlich für eine Schlafstörung sein, obwohl sich die Gesamtschlafzeit nicht vermindert hat.
Arten von Schlafstörungen
Grundsätzlich kann man zwischen vier Arten von Schlafstörungen unterscheiden. Bei Einschlafstörungen fällt es den Betroffenen schwer, in die Schlafphase einzutreten. Grob betrachtet kann man von einer Einschlafstörung sprechen, wenn über 30 Minuten bis zum Einschlafen vergehen. Durchschlafstörungen liegen dann vor, wenn der Betroffene nachts mehrfach aufwacht und dann über eine halbe Stunde benötigt, um wieder einzuschlafen. Eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus bedeutet, dass der Betroffene nicht zu gewohnten Zeiten schlafen kann und sich so eine Störung des Biorhythmus einstellt. (z.B. beim Jetlag) Zudem gibt es noch andere Schlafauffälligkeiten, die auch unter die Schlafstörungen eingeordnet werden, wie Schlafwandeln, Schnarchen, Zähneknirschen oder Sprechen im Schlaf.
Ursachen von Schlafstörungen
Die Schlafforschung nennt vier verschiedene Ursachen von Schlafstörungen. Als häufigste Ursache gelten psychische Gründe, wie Ärger, Stress, Depressionen oder sonstige seelische Belastungen. Schlafstörungen können aber auch körperliche Ursachen haben. Hier sind Schlafapnoe und das Restless-Legs-Syndorm am bekanntesten, d.h. Atemaussetzer und ruhelose Beine während des Schlafens. Darüber hinaus verhindern Schmerzen einen gesunden Schlaf. Physiologische Gründe für Schlafstörungen liegen dann vor, wenn Schlafgewohnheiten nicht eingehalten werden oder nicht eingehalten werden können. Das ist z.B. bei Schichtarbeit oder Jetlag der Fall. Zu pharmakologisch bedingten Schlafstörungen kommt es dann, wenn man Substanzen zu sich nimmt, die Müdigkeit unterdrücken. Das ist bei Kaffee- und Alkoholkonsum der Fall, kann aber auch als Nebenwirkung von Medikamenten auftreten.
Was kann man gegen Schlafstörungen tun?
Bei Schlafstörungen, die nicht regelmäßig und dauerhaft auftreten genügt es, die Schlafbedingungen zu optimieren. Abends sollte man eine koffeinhaltigen Getränke zu sich nehmen und dafür sorgen, dass der Schlaf nicht durch Licht oder Lärm behindert wird. Zudem sollte man Schlafgewohnheiten, wenn möglich, einhalten, um den Biorhythmus nicht zu beeinträchtigen. Bevor man zu Schlafmitteln greift, sollte man einen Arzt konsultieren, um die genaue Ursache der Schlafstörung zu ermitteln. Dann können gezielter wirksame Medikamente eingesetzt werden.