Archiv für September 2011

Pflegeversicherung *

Donnerstag, 29. September 2011

Die Pflegeversicherung gehört zur gesetzlichen Pflichtversicherung, somit besteht Versicherungspflicht. Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung sind automatisch in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert, während privat krankenversicherte Menschen einen privaten Pflegeversicherungvertrag abschließen müssen.

Die Hauptaufgabe der Pflegeversicherung ist die Erbringung von Leistungen, wenn auf Grund einer Pflegebedürftigkeit das Mitglied die anfallenden täglichen Verrichtungen nicht mehr alleine durchführen kann. Für die Bewertung des Leistungsanspruchs hat der Gesetzgeber drei Pflegestufen geschaffen, welche sich nach dem erforderlichen täglichen Pflegeaufwand unterscheiden. Die Pflegeversicherung bezahlt sowohl die Pflege durch Angehörige mit einem monatlichen Pauschalbetrag als auch die Durchführung der Pflegetätigkeit durch einen professionellen Pflegedienst. Sofern eine Heimunterbringung erforderlich wird, trägt die Pflegeversicherung die anfallenden Kosten bis zu einem Höchstsatz, welcher von der festgestellten Pflegestufe abhängt.

Weniger bekannt ist, dass die Pflegeversicherung auch Maßnahmen mitfinanziert, mit welchen das Wohnumfeld auf die Bedürfnisse des zu pflegenden Versicherten angepasst wird. Ebenso soll die Pflegeversicherung Pflegekurse für ehrenamtliche Pflegehelfer durchführen, sie zahlt auch Rentenversicherungsbeiträge für wegen einer Pflegetätigkeit nicht anderweitig berufstätige pflegende Familienangehörige.

Die Beiträge für die gesetzliche Pflegeversicherung werden außer im Bundesland Sachsen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in gleicher Höhe bezahlt. Da die sächsische Regierung die Abschaffung eines Feiertages zur Entlastung der Arbeitgeber ablehnte, zahlen dort die Arbeitnehmer einen erhöhten Anteil an den Pflegeversicherungskosten (Stand 09/2011). Des Weiteren bezahlen kinderlose Versicherte einen geringfügigen Zuschlag. Gegenwärtig beläuft sich der Gesamtbetrag in der Pflegeversicherung auf 1,95 Prozent des Einkommens bis zur Beitragsbemessungsgrenze, der von kinderlosen Versicherten zu leistende zusätzliche Beitrag beträgt 0,25 Prozent. In der privaten Pflegeversicherung richtet sich der zu zahlende Beitrag in erster Linie nach dem Alter des Versicherten sowie nach dem Umfang der vereinbarten Leistungen. Diese sind in der privaten Pflegeversicherung üblicherweise höher als die der gesetzlichen Pflegekassen, Leistungen unterhalb des Standards der gesetzlichen Pflegeversicherung können nicht vereinbart werden.

Private Pflegeversicherungen bieten auch für gesetzlich Versicherte Zusatzversicherungen an. Diese sind sinnvoll, da die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht die tatsächlich entstehenden Pflegekosten abdecken.

* Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen.

Fasten nach Hildegard von Bingen – Kurzvorstellung

Dienstag, 27. September 2011

Hildegard von Bingen, die berühmte Benediktinerin aus dem Mittelalter hinterließ uns ein umfassendes Kräuterwissen und eine Fasten- und Naturheilkunde. Beim Fasten nach Hildegard von Bingen geht es auch um spirituelle Gesichtspunkte. Man konzentriert sich auf das Innere, findet durch die spezielle Fastenmethode einen Zugang zur eigenen Seele und kommt mit sich selbst in Einklang.
Das Heilfasten nach Hildegard von Bingen ist eine sanfte Fastenmethode, die den Körper von Gift und Schlacken befreien sollen, die sich im Laufe des Lebens in ihm ansammeln. Dem Körper wird die tägliche Verdauungsarbeit erspart und die dadurch frei werdende Energie kann für Erholung und Regeneration des Körpers und des Geistes genutzt werden. Es gibt drei Arten des Fastens nach Hildegard von Bingen:

  • das Dinkelfasten
  • das Brotfasten und
  • das Hildegard-Fasten.

Beim Dinkelfasten isst man drei Mal täglich in irgendeiner Form Dinkel und dazu Gemüse. Beim Brotfasten findet täglich ein Wechsel zwischen Hildegard-Fasten und Reduktionskost statt. Das Hildegard-Fasten ist die schwierigste Form des Fastens nach Hildegard von Bingen – Dabei isst man nichts für acht bis zehn Tage lang und trinkt nur Dinkel-, Fenchel- oder Kräutertee und Dinkelgrieß-Gemüsesuppe.

Der Dinkel steht deshalb im Mittelpunkt des Fastens nach Hildegard von Bingen, weil Dinkel kreislaufanregend und durchblutungsfördernd wirkt und leichter verdaulich ist als andere Getreideformen. Außerdem stärkt er die Fähigkeit zur Konzentration und regt Nieren- und Darmtätigkeit an.
Die wichtigsten Grundregeln beim Fasten nach Hildegard von Bingen sind, die Ausscheidungsvorgänge durch Einnahme von Bittersalz zu fördern, Bewegungs- und Ruhephasen einzulegen, sich vom Stress des Alltags zu befreien und wegzulassen, was nicht zum Überleben nötig ist. Die tägliche Zufuhr an Flüssigkeit sollte beim Fasten drei bis vier Liter betragen.

Weitere Quellen über diese besondere Form des Fastens:
Hildegard von Bingen – heilfastengesundheit.de

Gesundheitsurlaub im Ostseeheilbad Zingst

Montag, 19. September 2011

Als östlichste Gemeinde der Halbinselkette Fischland-Darß und Zingst liegt das Ostseeheilbad Zingst zwischen Ostsee und Bodden als Teil des Nationalparks “Vorpommersche Boddenlandschaft”. In Zingst verbindet sich traditionelles Ostseeflair der alten Fischerdörfer mit einem wunderbar modernen Ambiente. An endlosen weißen Sandstränden kann man direkt am Meer spazieren oder gleich in die Fluten tauchen. Die unberührte Naturlandschaft lädt zum Wandern und Erkunden ein, Entspannung ist dabei definitiv garantiert. Ein sehr gut ausgebauter Rad- und Wanderweg macht die Entscheidung für etwas Bewegung zu Fuß oder mit dem Rad sehr leicht, denn er führt vorbei an herrlichen Landschaften und eröffnet reizvolle Aussichten auf die Ostsee.

Im Ostseeheilbad Zingst wird auf Gesundheitsvorsorge großen Wert gelegt, wie der Name Ostseeheilbad schon vermuten lässt. Die Namen gebenden Heilmittel sind das typische Ostseeklima und die Ostsee selbst. Denn schon ein Spaziergang am Strand gilt aufgrund des milden Reizklimas als optimales Heilmittel, das besonders für Allergiker geeignet ist. Das gesunde Seewasser wird aus weiten Entfernungen direkt bis in das Kulturzentrum von Zingst gebracht und kann dort als Wannenbad oder Inhalation angewendet werden. Viele Einrichtungen in dem Ostseeheilbad haben sich der Gesundheitsvorsorge verschrieben und so kann man dort seine ganz individuelle und ambulante Vorsorgekur verbringen.

Ein richtiger Sportstrand sorgt in Zingst dafür, dass man sich während seines Aufenthaltes ordentlich sportlich verausgaben kann. Dort kann man beispielsweise Kitesurfen, Windsurfen oder Katamaransegeln, wer dies noch nie gemacht hat, dem bringen die freundlichen Surflehrer alles schnell bei. Eine Besonderheit in Zingst sind die sogenannten Terrainkurwege. Dort absolviert man ein dosiertes Kreislauftraining – wählbar in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen – unter Einbeziehung des milden Reizklimas. Der Weg führt durch reizvolle Natur, den Strand, Deiche, Wald- und Wiesenlandschaften und natürlich an der Ostsee entlang. Da bei der sportlichen Anstrengung mehr Atemluft benötigt wird, dringt der Salzgehalt des Meeres besonders gut in die Lungen und sorgt für eine absolute Frischzellenkur im Blut. Entspannen und zugleich etwas für die Gesundheit tun – dies ist also im Ostseeheilbad Zingst absolut kein Widerspruch.
Für einen Gesundheitsurlaub in Zingst stehen zwei Kurkliniken und natürlich zahlreiche Ferienwohnungen und Ferienhäuser zur Verfügung. Die als Ferienwohnungen Ostsee bekannten Unterkünfte erfreuen sich dabei einer besonderen Beliebtheit.

PKV: Möglichkeit der Krankenversicherung *

Freitag, 02. September 2011

Das Gesundheitssystem umfasst zwei Arten der Krankenversicherungen. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die private Krankenversicherung (PKV). Diese Unterscheidung hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert. Im Deutschen Reich wurde in den 1880er Jahren die gesetzliche Krankenversicherung eingeführt. Diese umfasste zwar nur ein Minimum an Leistungen, war jedoch der Beginn der gesundheitlichen Absicherung des Bürgers. Jedoch wurde nicht jeder in dieser Versicherung abgesichert. Ein Umstand, welcher zur Entwicklung der PKV führen sollte.

GKV vs. PKV
Während die GKV sich an einem festen, gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog orientiert, vertritt die private Krankenversicherung einen anderen Anspruch. Sie bietet einen umfassenderen Leistungskatalog an. Jedoch ist der Zugang zur PKV nicht jedem Bürger möglich. Aufgrund dessen sind 90 % der Versicherungspflichtigen in Deutschland in einer gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert. Der Rest gehört heute zu den Versicherten der PKV.

Zugangsvoraussetzungen für die PKV
Wer sich privat versichern möchte, muss einige wichtige Kriterien beachten. Prinzipiell ist der Zugang zur PKV jedem Selbstständigen oder Beamten möglich. Darunter zählen auch Richter oder Politiker. Angestellte jedoch müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Jeder, der nicht zu den genannten Gruppen gehört, welche der PKV frei beitreten können, muss mit dem Einkommen über der sogenannten Jahreseinkommensgrenze liegen. Diese lag im Jahr 2010 bei 49.950 Euro. Liegt ein Angestellter mit seinem Jahreseinkommen darüber, steht auch ihm der Weg in die PKV offen – er wird versicherungsfrei.
Übrigens: Sogar Studenten können der privaten Krankenversicherung beitreten. Zwar sind sie laut § 5 des SGB V verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern, doch besteht für sie ein Schlupfloch. Laut § 8 des SGB V können Studenten im ersten Semester ihres Studiums eine Befreiung von der Versicherungspflicht beantragen.

Wechsel zur PKV immer sinnvoll?
Die PKV bietet ihren Versicherten oft einen größeren Leistungsumfang als die GKV und dies teilweise sogar zu niedrigeren Prämien. Allerdings können Beitragsanpassungen dazu führen, dass die PKV im Alter teurer wird. Daher ist bei der Überlegung zum Wechsel in die PKV der finanzielle Mehraufwand vorher gründlich durchzukalkulieren. Doch ist es nicht nur die eigene Versicherungsprämie, mit der man rechnen muss. Für Familien bedeutet der Schritt in die PKV einen erheblichen Mehraufwand, da es hier keine kostenfreie Familienversicherung wie in der GKV gibt. Aber auch chronisch Kranke haben in einer privaten Krankenversicherung mit wesentlich höheren Beiträgen zu rechnen. Der Schritt in die private Krankenversicherung sollte also wohl überlegt sein, denn ein Wechsel zurück in die GKV gestaltet sich häufig als schwierig.

* Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen.