Erkältung oder Grippe?
Montag, 20. Februar 2012Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Erkältung und Grippe oft gleichgesetzt. Doch gibt es erhebliche Unterschiede im Krankheitsverlauf, der Ursache und der nötigen Behandlung. Deshalb ist es wichtig, die Symptome abgrenzen zu können, um die Gefahr nicht zu unterschätzen und die richtigen Medikamente einzunehmen.
Die “milde” Erkältung
Eine Erkältung beginnt meist mit einem geschwächten Immunsystem. Dadurch können Viren, die normalerweise abgewehrt werden, in den Körper leichter eindringen und sich vermehren. Die Gründe für ein geschwächtes Immunsystem können vielfältig sein. Wer sich jedoch in der kalten Jahreszeit zu luftig anzieht oder nicht genügend Vitamine zu sich nimmt, läuft Gefahr sein Immunsystem zu schwächen, sodass es Eindringlinge nicht zuverlässig abwehren kann. Um sich vor einer Erkältung zu schützen, sollte man also auf eine ausgewogene Ernährung achten und sich angemessen kleiden.
Die Symptome einer Erkältung sind meist milder als die einer Grippe. Charakteristisch ist der langsam einsetzende Schnupfen und das gelblich bis grünliche Sekret. Auch wird oft von einem Druckgefühl in den Ohren berichtet, das vom Anschwellen der Schleimhäute rührt. Aus selbigem Grund fällt oft auch das Atmen durch die Nase schwerer. Betroffene fühlen sich oft müde und angeschlagen. In seltenen Fällen tritt sogar ein leichtes Fieber auf. Kopf-, Hals-, und Gliederschmerzen werden jedoch umso öfter beobachtet. Im Gegensatz zur Grippe bleibt jedoch der Appetit bei einer Erkältung zumeist nicht aus. Nach etwa einer Woche klingen die Symptome langsam wieder ab.
Häufig werden bei einer Erkältung homöopathische Mittel zur Stärkung und Unterstützung des Immunsystems verschrieben. Bei schweren Fällen kann auch Antibiotika verschrieben werden. Jedoch sollte eine Erkältung von einem gesunden Körper problemlos selbst überwunden werden. Da eine Erkältung durch sehr viele verschiedene Erreger ausgelöst werden kann, gibt es auch keine Schutzimpfungen dagegen. Oft verschaffen jedoch Hausmittel eine Linderung der Symptome. Nähere Informationen zum Thema finden Sie auch unter www.docjones.de/krankheiten.
Nicht zum Unterschätzen: die Grippe
Anders sieht es jedoch bei einer Grippe aus. Sie wird durch ein spezielles Virus (Influenza-Virus) ausgelöst. Da das Immunsystem diese Viren jedoch nicht ohne Weiteres sofort bekämpfen kann, nützt ein starkes Immunsystem bei einer ersten Infektion kaum. Viel wichtiger ist eine regelmäßig aufgefrischte Grippeimpfung.
Die Symptome einer Grippe treten meist sehr plötzlich auf. Sie verlaufen nicht so mild wie bei einer Erkältung. Auch hier sind angeschwollene Atemwege, Schnupfen und Husten charakteristisch. Ein hohes Fieber von bis zu 41 Grad tritt ebenso häufig auf. Solch hohe Temperaturen stellen jedoch eine ernsthafte Gefahr für den menschlichen Körper dar und dürfen nicht unterschätzt werden. Der Gang zum Arzt ist deshalb bei hohem Fieber Pflicht!
Hilft eine Grippeschutzimpfung nicht auch gegen Erkältungen?
Gegen eine Erkältung hilft eine Grippeschutzimpfung nicht, da die Erreger sich deutlich voneinander unterscheiden. So gibt es hunderte Viren, die eine Erkältung auslösen können. Für eine Grippe ist jedoch immer der Influenza-Virus verantwortlich. Die Grippeschutzimpfung schützt deshalb lediglich vor diesem speziellen Virus. Wer jedoch eine Grippe bereits vor kurzem überstanden hat, kann bei einer erneuten Infektion mit deutlich schwächeren Symptomen rechnen, da der Körper bereits gelernt hat, wie er diesen speziellen Typ Virus am effektivsten bekämpfen kann. Nähere Informationen zum Thema finden sie unter www.docjones.de/krankheiten.