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Der Wunderbaum

Montag, 20. Februar 2012

Da sag mal einer, mit 300 Jahren sind sie alt! Mitnichten! Eine in Kraft und Saft stehende Erscheinung sind diese uralten Rosskastanienbäume.

Standort und Verbreitung

Es sind Laubbäume, die eine Wuchshöhe von bis zu dreißig Metern und eine Breite von ungefähr zwanzig Metern erreichen können. Wir kennen sie auch unter den volkstümlichen Namen: Gichtbaum, Pferdekastanie oder Drusenkesten. Ihre Früchte, die Kastanien, sind nicht mit der Esskastanie, auch Maronen bzw. Edelkastanien, zu verwechseln.
Rosskastanien finden wir in vielen Parks und Gärten als Schattenspender oder häufig auch als Alleebaum. Ursprünglich ist sie auf der Balkanhalbinsel beheimatet und fanden um 1557 mit den Osmanen, die sie als Pferdefutter benutzten, den weiten Weg über Konstantinopel zu uns nach Europa.

Rosskastanie natürlich

Der Leipziger Homöopath Dr. Willmar Schwabe (1839-1917) wusste um Heilkräfte dieser Naturmedizin.
“Der Kastanienbaum bringt uns dreimal im Jahr Freude: im Frühjahr, wenn die ersten Knospen aufspringen, im Mai, wenn die schönen Blütenkerzen uns erfreuen und im Herbst, wenn die reifen Kastanien von den Bäumen fallen.” (Zitat Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel)
Nicht zuletzt lieben auch die Kinder die stacheligen, glänzend dunkelbraunen Früchte als Bastelmaterial.

Rosskastanien haben eine vielfältige Heilwirkung, besonders auf unser Gefäßsystem.
Für die pharmazeutische Industrie werden Grundstoffe aus Samen, Borke, Blätter und Blüten gewonnen.
Die Wirkstoff Aescin der Rosskastanie natürlich soll eine abschwellende Wirkung besitzen, die die Wände der Venen abdichtet. Sie werden für diese Venenerkrankungen in Cremes und Gels verarbeitet.
Auch die Wirkung des kühlenden Effektes gegen die weit verbreiteten Beschwerden bei Wadenkrämpfen und schweren, müden Beiden ist sehr bekannt. Gerade wer viel stehen oder sitzen muss, belastet seine Venen über das natürliche Maß hinaus. Eine Massage mit Rosskastanie natürlich, gern in Kombination mit rotem Weinlaub, soll die Durchblutung fördern und soll eine wohltuende Wirkung auf schwere und müde Beine ausüben.
Zur inneren Anwendung gibt es Rosskastanie natürlich als Trockenextrakt in Form von Tabletten, Kapseln und Dragees. Zur äußerlichen Anwendung gibt es neben Cremes, Gels, Tinkturen auch Badezusätze, deren Wirksamkeit allerdings nicht wissenschaftlich belegt ist.